Page 7 - Saarländisches Ärzteblatt, März 2026
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AUS DER ÄR Z TEK AMMER                                        Ä R
                                                                                                                    Z

                                                                                                                    TEK
      Mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen
      Zahl des Monats: 1,7 %                                                                                        A MMER




     Zum 31.  Dezember 2024  arbeiteten knapp 6,2 Millionen  Zuwachs in ambulanten Einrichtungen
      Menschen im Gesundheitswesen. Dies waren 102 000 oder  insbesondere in der Pflege und in Praxen
     1,7 % mehr als im Vorjahr. Nach Erhebungen des Statistischen  sonstiger medizinischer Berufe
      Bundesamts ist das Personal im Gesundheitswesen 2024 seit
      dem Höhepunkt der Corona­Pandemie im Jahr 2021 erstmals   Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl war im Jahr 2024 in
      wieder  um  mehr  als  ein  Prozent  gewachsen  (2021:  +2,8  %,  den verschiedenen Bereichen des ambulanten Sektors unter-
     2022: +0,5 %, 2023: +0,4 %).                          schiedlich. Beschäftigungszuwächse gab es in der ambulan-
                                                                           ten Pflege (+11.000 oder +2,6 %), in Praxen
                                                                           sonstiger medizinischer Berufe, zum
                                                                           Beispiel in der Physio- und Ergotherapie
                                                                           (+14.000 oder +2,4 %) sowie in Arztpraxen
                                                                           und Zahn arzt praxen (jeweils +4.000 oder
                                                                           +0,5  %  bzw.  +1,0  %).  Hingegen  blieb  das
                                                                           Personal  in  Apotheken  mit  insgesamt
                                                                           237.000 Beschäftigten und im Einzel han-
                                                                           del  mit augenoptischen,  medizinischen
                                                                           und  orthopädischen  Artikeln  mit  insge-
                                                                           samt 136.000 Beschäftigten unverändert.

                                                                           Die  Zahl  der  Pflegekräfte  in  Kranken häu­
                                                                           sern,  Vorsorge-  oder  Rehabilitations ein-
                                                                           richtungen sowie in ambulanten und
                                                                           (teil­)stationären  Pflegeeinrichtungen  ist
                                                                           gegenüber dem Vorjahr deutlich ange-
                                                                           stiegen. Insgesamt arbeiteten in diesen
                                                                           Ein  richtungen  49.000  oder  3,4  %  Pflege­
                                                                           kräfte mehr als im Jahr 2023. Hierbei
                                                                           stieg  die  Zahl  der  Pflegehelferinnen  und
                                                                           ­helfer mit +5,2 % deutlich stärker als die
      Die Zahl, der auf die volle Arbeitszeit umgerechneten Be -  der examinierten Pflege kräfte (+2,6 %). In absoluten Zahlen
      schäftigten  (Vollzeitäquivalente),  lag  Ende  2024  bei  gut  4,4   bedeutet dies einen Anstieg um 24.000 auf insgesamt
      Millionen und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 %  485.000 Pflegehelferinnen und ­helfer und um 25.000 exami-
      (2021: +1,9 %, 2022: +0,4 %, 2023: +0,5 %).          nierte  Pflegekräfte  auf  insgesamt  rund  1  Million.  Hiermit
                                                           setzt  sich  der  Trend  der  letzten  zehn  Jahre  mit  höheren
      Personalzuwachs in allen                             Wachstumsraten  bei  Pflege hel ferinnen  und  ­helfern  als  bei
      (teil-)stationären Einrichtungen                     examinierten Pflegekräften fort.

      Im  Jahr 2024  ist  die  Zahl  der Beschäftigten  in  (teil-)statio-  Insgesamt  sind  7,7  Millionen  Erwerbstätige  sind  in  der
      nären  Einrichtungen  mit  einem  Zuwachs  von  64.000  oder   Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Das sind 16,6% der deut-
      3,0 % wesentlich stärker gestiegen als im ambulanten Sektor  schen Gesamtbeschäftigung. Es ist also rund jede sechste
      (+32.000 oder +1,3 %). In allen (teil­)stationären Einrichtungen   erwerbstätige Person in der Branche tätig. Hinzu kommen
      hat  die  Zahl  der  Beschäftigten  zugenommen:  in  Kranken­  4,6  Millionen  Beschäftigte,  die  durch  Ausstrahleffekte  der
      häusern um 38.000 Personen oder 2,9 %, in Vorsorge- oder  Gesundheitswirtschaft auf  die  Gesamtwirtschaft  entstehen.
      Rehabilitationseinrichtungen um 5.000 Personen oder 4,2 %   Die Gesundheitswirtschaft ist damit ein Beschäftigungsmotor
      und  in  (teil­)stationären  Pflegeeinrichtungen  um  21.000  Per­  für das ganze Land. Dies gilt ganz besonders für den Teil-
      sonen oder 2,8 %.                                    bereich der industriellen Gesundheitswirtschaft. Hier entste-
                                                           hen für die 1,0 Millionen erwerbstätigen Menschen weitere
                                                           1,2 Millionen Erwerbstätige in der Gesamtwirtschaft.
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