Page 13 - Saarländisches Ärzteblatt, März 2026
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ÄR Z TLICHE FORTBILDUNG FOR TBILDUNG
Fortsetzung Abbildung 3: i) Topogramm und j) axiale CT-Schnitte gut 4h nach der Intervention. Der Schaum hat sich gut in der Malformation verteilt
und ist weiterhin abgrenzbar (Pfeile). Somit konnte eine lange Einwirkzeit erreicht werden. Die Schwellung hat sich im Verlauf zurückgebildet, der
Patient war hier beschwerdefrei.
arterielle Feeder mit dadurch bedingtem relativ raschem ßend erfolgte die Sklerosetherapie mit perkutaner Direkt-
Kontrastmittel-Übertritt in deutlich ektatische Venen (Ab - punktion genau in den schmerzhaften Arealen. Nach Auff ül
bildung 2 b)). Für die Sklerosetherapie entschied sich die len mit Kontrastmittel erfolgte dann die Bleomycin-Schaum-
Patientin für Bleomycin-Schaum. Unter der Vorstellung, eine Injektion (Abbildung 2h). Die Überwachung erfolgte ver-
längere Verweilzeit des Schaumes in der Malformation zu gleich bar der einer Aethoxysklerol-Schaum-Therapie oder
erreichen, und um damit die Gesamtdosis bei großer Misch SchaumTherapie (Casus 1und 2).
Malformation zu limitieren, wurden zunächst die arteriellen
Feeder angiographisch okkludiert (Abbildung 2 c)-g)). Danach Casus 4: Venöse Malformation im Rachen:
zeigte sich ein bereits deutlich langsamerer Fluss. Die Pati- Bleomycin-Sklerose-Therapie
entin konnte recht gut die umschriebenen Schmerzareale Der Ende 50-jährige Pat wurde uns mit einer zunehmend
angeben. Diese wurden vor der Intervention beim Aufklä- prominenten venösen Malformation am Rachen zugewiesen.
rungsgespräch für die Sklerosetherapie markiert. Anschlie- Zur Vermeidung einer Blutung durch Verletzung bei Nah-
Abbildung 4: Kind im Vorschulalter mit prominenter, weiter wachsender venöser Malformation an der Stirn. a) B-Mode Sonographie mit
Längenmessung, c) – f) Durchleuchtungsaufnahmen der Sklerosierung, Niedrig-Dosis Kinder-Programm. Die Überwachung der Füllung der 13
Malformation mit Kontrastmittel ( b) und c)) und dann Aethoxysklerol-Schaumapplikation (d)-e)) war auch nur unter Durchleuchtung mit
Niedrigdosis-Programm sehr gut möglich.
Saarländisches Ärzteblatt Ausgabe 3/2026

