Page 28 - Saarländisches Ärzteblatt, März 2026
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AND                     AUS DER K A SSENÄR Z TLICHEN VEREINIGUNG


     AR L


     V SA  potenziell pathogenen Mikroorganismen.               fehlender oder unzureichender Wartung, Reinigung und Des-
           wasser und minimieren das Risiko der Vermehrung von
                                                                infektion können sich potenziell pathogene Mikroorganismen
     K     Auf die zunehmende Anerkennung der Relevanz von Pseudo-  vermehren.
           monas aeruginosa wurde seitens des DVGW mit dem eigen-
           ständigen Arbeitsblatt W 551-4 aus 03/2024 zur „Verhütung,  Risikominimierung
           Erkennung und Bekämpfung von Kontaminationen mit Pseu-  Leitungsgebundene Trinkwasserspender:
           domonas aeruginosa“ reagiert. Eine besondere Aufmerk- ­  Rückflussverhinderer als Sicherungseinrichtung zur Ver hin­
           samkeit sollte im Bereich der Aufbereitung von Medizin pro-  derung  einer  retrograden  Kontamination  der  Trinkwasser-
           dukten liegen. Insbesondere in älteren Gebäuden können   installation sind vorgeschrieben
           Stagnationsleitungen  hingegen  mit  vermehrter  Biofilm bil­ -  Auswahl von Geräten, die selbstständig mehrfach am Tag
           dung und damit Keimvermehrung sowohl im Trinkwarm-, als   den Auslass aufheizen bzw. spülen, um Kontaminationen
           auch im Trinkkaltwasser einhergehen.                   von außen zu vermeiden
                                                                ­  Empfehlung  für  Leitungen  aus  Edelstahl  statt  Kunststoff,
           Hygienemaßnahmen im                                    zur Minimierung der Biofilmbildung
           Zusammenhang mit für Patienten zur
           Verfügung gestellten Wasserspendern                  Gallonen-Ein- oder Mehrwegsysteme:
           Bei  Wasserspendern  sind  zwei  Systeme  zu  unterscheiden:  Mögliche Probleme:
           leitungsgebundene Trinkwasserspender und leitungsunab- -  Kontamination des Auslasses von außen
           hängige „Watercooler“, welche natürliches Mineralwasser,  -  Je nach Standort sind die Gallonen z.T. direkter Sonnen-
           Quellwasser oder Tafelwasser aus Behältern abgegeben.   einstrahlung oder hohen (Raum)Temperaturen ausgesetzt
           Beide Systeme werden oft in Arztpraxen zur Patienten ver sor- -  Schlechte Desinfektionsmöglichkeit
           gung  genutzt  und  stellen  eine  Alternative  zur  klassischen
           Versorgung mit natürlichem Mineralwasser aus Glas- oder  Es  sollten  Einweggallonen  mit  kurzem,  direkt  integrierten
           Kunststoffflaschen dar.                              Auslass bevorzugt werden, die nicht auf ein Gerät aufge-
           Sowohl die Abgabe von Wasser aus leitungsgebundenen als   schraubt werden.
           auch  leitungsunabhängigen  Wasserspendern  unterliegt  le -
           bens  mittelrechtlichen Vorschriften. Betreiber solcher Spen-
           der sind somit Lebensmittelunternehmer und sind für die  Hygiene.Einfach.Sicher ➝
           gesundheitliche Unbedenklichkeit des abgegebenen Wassers  Die Hygieneberatung Ihrer KV Saarland
           verantwortlich.
           Das Bundesinstitut für Risikoabschätzung empfiehlt bei einer  Der Autor des Artikels, der Referent für Hygiene bei der KV
           Nutzung von Wasserspendern in Einrichtungen, in denen zu   Saarland Henning Adam, berät Sie gerne zu Fragen, welche
           erwarten ist, dass viele Wasser-Konsumenten erkrankungs-,  die Trinkwasserhygiene und die Hygiene von Wasser aus lei-
           therapie-  oder  altersbedingt  eine  Immun-  bzw.  Abwehr-  tungsgebundenen Trinkwasserspendern bzw. Gallonen-Ein-
           schwäche aufweisen, leitungsgebundene Wasserspender zu   oder Mehrwegsystemen in der Arztpraxis betreffen.
           bevorzugen.
           Wasser aus Trinkwasserinstallationen als auch natürliches   Herr Adam berät und unterstützt Sie auch konkret, wenn z.B.
           Mineral-, Quell- und Tafelwasser ist nicht keimfrei. Wasser-  das Trinkwasser in Ihrer Praxis mikrobiologisch beeinträch-
           spender sind technische Anlagen, in welchen sich die Qualität   tigt ist und Maßnahmen notwendig sind um die geforderte
           des  Wassers  nachteilig  verändern  kann.  Insbesondere  bei  Trinkwasserqualität wiederherzustellen.



















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           Saarländisches Ärzteblatt     Ausgabe 3/2026
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